Dauerhafte Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Halver.

In den letzten Wochen war immer wieder von einem sogenannten „Medizinischen Versorgungszentrum“ für Halver zu lesen. Ohne Zweifel: die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Halver für die Zukunft ist ein wichtiges, aber auch langwieriges und anstrengendes Projekt der Halveraner Verwaltung und der Politik. Wir haben alle gemeinsam in der letzten Hauptausschusssitzung einen vielversprechenden Weg beschlossen, mit dem wir unser aller Ziel – die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Halver in der Zukunft – erfolgreich erreichen können. Dazu müssen wir viele Gespräche mit den Akteuren im Gesundheitswesen wie z.B. der Kassenärztlichen Vereinigung, Ärztinnen und Ärzten aber auch anderen Profis führen. Vielleicht ist auch die Organisationsform eines Medizinischen Versorgungszentrums der richtige Weg. In jedem Fall liegt viel Arbeit vor uns.Den Bürgerinnen und Bürgern jedoch dabei vorzugaukeln, es handele sich hier um „wünsch dir was“ nach dem Motto „Wollt Ihr einen Kardiologen, einen Orthopäden und einen Kinderarzt (m,w,d)?“ ist dagegen unredlich und nur einfacher Wahlkampf. Denn die Entscheidung, was möglich ist, obliegt in Deutschland weder der Politik noch den Bürgern sondern den hoheitlich handelnden Körperschaften des öffentlichen Rechts im Rahmen der Selbstverwaltung im Gesundheitssystem.und den Entscheidungen von Ärztinnen und Ärzten.Insofern lasst uns doch – wie bereits besprochen und beschlossen – dieses wichtige Projekt gemeinsam und konkret angehen!

Schnelle digitale Infrastruktur schaffen.

Gemeinsamer Antrag der UWG-Fraktion und der Grünen-Fraktion im Rat der Stadt Halver

Gemeinsam mit der Fraktion von Bündnis 90 / die Grünen hat die UWG folgenden Antrag gestallt:

„Schnell digitale Infrastruktur im ganzen Stadtgebiet für „Home-Office“ schaffen“

Im Bereich der Arbeitswelt hat die Arbeit »auf Distanz« zu einer bis Mitte März 2020 nicht für vorstellbar gehaltenen Veränderung geführt. Dort, wo Tätigkeiten und Digitalisierungs- grad es ermöglicht haben, wird Home Office in einem Umfang praktiziert, der vorher kaum möglich schien.

Besprechungen via Teams, Webex, Zoom oder anderen Plattformen reihen sich für viele von uns in einer langen Reihe jeden Tag aneinander. Denn auch Geschäftsreisen werden faktisch ausschließlich virtuell absolviert.

Und je länger das Ganze nun andauert und je klarer es wird, dass Distanz noch eine ganze Weile zu den Kernelementen unserer Arbeitsgestaltung gehören wird, desto mehr Zeit bekommen wir auch, uns jenseits kurzfristiger Bewältigungsstrategien damit zu beschäftigen, ob und wie sich das Arbeitsleben als solches dauerhaft verändern könnte.

Viele aktuelle empirische Studien zeigen, dass diese neuen Arbeitsformen während der Corona-Pandemie auch in der „Nach-Corona-Zeit“ Realität bleiben werden. Das Fraunhofer-

Institut stellt fest, dass wir in den letzten Wochen sehr viel gelernt haben: (Vgl. dazu die Studie des Fraunhofer Instituts zum Home Office in Corona Zeiten und danach: http://publica.fraunhofer.de/eprints/urn_nbn_de_0011-n-5934454.pdf)

  • Die Erfahrung, dass Arbeit und Kooperation auf Distanz auch in sehr großem Umfang gut und leistungsfähig funktionieren kann – trotz mehr als 100 Jahren andersartiger Sozialisation in einer Arbeitswelt, in der man »zur Arbeit« gefahren ist. Der landesübergreifende Experimentierraum hat ungeahnte Kräfte mobilisiert.
  • Die Bestätigung der hohen Relevanz hoch digitaler, kollaborativer Arbeitsumgebungen – und der Menschen, die diese einrichten und betreuen.
  • Es hat sich ein großes Potenzial für die Gestaltung nachhaltigerer Arbeitsorganisation und einer ressourcenschonenderen Umsetzung geschäftsbezogener Kommunikation und Kooperation gezeigt. Virtuelle Kommunikation und Kollaboration können Pendelverkehr und Geschäfts- bzw. Dienstreisen zu einem Teil ersetzen.Um diese neuen Arbeitsformen umsetzen benötigen wir eine bessere digitale Infrastruktur.Wir haben bereits wichtige Ansatzpunkte durch die Beantragung von Fördermitteln in den Außenbereichen der Stadt Halver gefunden und zum Teil realisiert.Leider gilt dies nicht für den großen Bereich der Innenstadt und hier insbesondere für die Peripherie der Innenstadt.

Für die kommenden Wochen ist die Umsetzung vieler Straßensanierungen geplant.
Dieses „Fenster“ müssen wir auch nutzen, um die digitale Infrastruktur in unserer Stadt zu ertüchtigen.

Aus diesem Grunde stellen wir folgenden Antrag:

  1. Die Verwaltung wird bei jeder Straßenbaumaßnahme bzw. bei jeder Infrastukturmaßnahme von Betreibern anderer öffentlicher Infrastrukturnetze (Gas, Strom) Leerrohre für Breitbandkabel in Straße bzw. Bürgersteig nach den Anforderungen der Telekommunikationsunternehmen verlegen.
  2. Diese Leerrohre sollen den Telekommunikationsunternehmen kostenlos bzw. zu einem geringen Preis zur Verfügung gestellt werden.
  3. Die Verwaltung wird den Telekommunikationsunternehmen proaktiv diese Infrastruktur anbieten – auch die bereits in den Straßen in der Vergangenheit verlegten Leerrohre. Dies gilt für alle Bereiche der Stadt Halver, in denen bis dato noch keine Breitbandtechnologie zur Verfügung steht.

Wir bitten diesen Antrag in der Sitzung des Hauptausschusses am 22.07.2020 aufgrund der oben dargelegten Dringlichkeit zu berate und zu beschließen.

Dr. Sabine Wallmann Matthias Clever UWG Fraktion Grüne-Fraktion

Einstimmig

Einstimmig hat die UWG Halver gestern Abend Markus Tempelmann zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 13. September 2020 gewählt. Wir freuen uns über dieses großartige Votum und sind überzeugt: Markus Tempelmann ist als „Kandidat der Mitte“ der richtige Mann für das Amt des Bürgermeisters in Halver. 

Gestern wurden ebenfalls die Kandidatinnen und Kandidaten für die 17 Wahlbezirke gewählt. Für die UWG Halver treten am 13.09.2020 folgende Halveranerinnen und Halveraner an: 
Simona Haake (Wahlbezirk 1), Markus Turck (Wahlbezirk 2), Friedhelm Schuster (Wahlbezirk 3), Jonas Turck (Wahlbezirk 4), Leif Jakubowski (Wahlbezirk 5), Peter Bell (Wahlbezirk 6), Sabine Wallmann (Wahlbezirk 7), Paul-Adolf Turck (Wahlbezirk 8), Eveline Scharwächter (Wahlbezirk 9), Benedikt Haake (Wahlbezirk 10), Moritz Schröder (Wahlbezirk 11), Ulrich Wallmann (Wahlbezirk 12), Andreas Olf (Wahlbezirk 13), Kristian Hamm(Wahlbezirk 14), Hans-Peter Moch (Wahlbezirk 15), Werner Lemmert (Wahlbezirk 16), Markus Nothjunge (Wahlbezirk 17). 

Wir freuen uns, mit diesem Team aus neuen und erfahrenen Politikerinnen und Politikern, die ganz unterschiedliche Fachkompetenzen mitbringen, in den Wahlkampf zu ziehen um weiterhin das Beste für Halver und seine Bürgerinnen und Bürger zu suchen!

UWG bereitet sich auf Wahl vor

Am vergangenen Samstag fand der Klausurtag der UWG Halver statt. Neben Beratungen zu aktuellen politischen Themen standen erste Absprachen zur Kommunalwahl auf der Tagesordnung der UWG Fraktion. Nachdem sich die UWG im Blick auf die Unterstützung von Markus Tempelmann als Bürgermeisterkandidat bereits positioniert hat, ging es den Unabhängigen nun darum, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl in Halver zu finden. „Wir freuen uns, das wir – nach dem aktuellen Stand der Dinge – für alle siebzehn Wahlbezirke einen Kandidaten bzw. eine Kandidatin gefunden haben und als UWG weiter in Halver und für Halver Politik gestalten“ betont Fraktionsvorsitzender Werner Lemmert, nach dem Klausurtag. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden bei der Mitgliederversammlung der UWG vorgestellt und bestätigt. Die Mitgliederversammlung findet am 03.April 2020 um 18:00 Uhr im Tortenatelier Halver statt.

Es ist viel produktiver, Parteifarben außen vor zu lassen!

„Suchet der Stadt Bestes“ – ist das Vermächtnis von Günther Vahlefeld und Werner Turck. „Und nur diesem Ziel fühlen wir uns weiterhin verpflichtet“, so Werner Lemmert und Dr. Sabine Wallmann im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. „Das heißt für uns, ohne parteipolitische Scheuklappen, die Probleme dieser Stadt und der Menschen zu analysieren, Lösungen zu entwickeln und diese unkompliziert, zügig und effektiv zu realisieren.“

Die UWG hat sich einstimmig dazu entschieden, im kommenden Kommunalwahlkampf gemeinsam mit der CDU, den Grünen und der FDP den Kämmerer Markus Tempelmann als Bürgermeisterkandidaten zu unterstützen. Wie kam es dazu?

„Nun, die UWG erwartet, dass sich ein Stadtoberhaupt als persönliches Bindeglied zwischen der hauptamt­lichen Verwaltung und der ehrenamtlichen Politik versteht. Als integrierender Partner aller Halveraner. Er muss Ideen und Vorschläge aller Bürger und Fraktionen aufnehmen und verarbeiten. Das heißt Unabhängigkeit im Amt und eine offene, vertrauensvolle Kommunikation mit allen Fraktionen. 

Wir wünschen uns eine frühere Einbindung der Politik in die Entscheidungsprozesse. Wir wollen keine fertigen Projekte abnicken, sondern sie gemeinsam entwickeln. Und dies auch durchaus in einer konstruktiv kritischen Diskussion. Das konnten wir leider in der letzten Zeit nicht mehr erkennen. 

Und wer unzufrieden ist, weil Gespräche nicht mehr fruchten, der sucht nach neuen Wegen, der sucht nach neuen bekannten Personen. Der Wechsel unserer Unterstützung im Bürgermeisterwahlkampf von Michael Brosch hin zu Markus Tempelmann ist insofern nur eine logische Konsequenz aufgrund unserer Erfahrungen. Und auf die Kompetenz von Markus Tempelmann kann Halver nicht verzichten. 

Und das macht Markus Tempelmann Ihrer Ansicht nach besser als Michael Brosch?

„Das hoffen und erwarten wir von ihm – genauso wie am Anfang von Michael Brosch. Markus Tempelmann war uns immer ein aufgeschlossener und kompetenter Partner in der Verwaltung. Dabei waren wir weiß Gott nicht immer einer Meinung in den vergangenen Jahren und werden das wahrscheinlich auch in Zukunft nicht sein. Aber im Dialog ist es uns gelungen, an den Projekten gemeinsam weiterzuarbeiten. Dabei hat er uns sehr konstruktiv und mit viel Wissen und Arbeit im Detail begleitet. Gute Beispiele hierfür sind das Rathausumfeld mit Spielplatz und „Kindervilla“, das Konzept des Kreativquartiers, die Sanierung der Wirtschaftswege. Alles Projekte, die wir auch mit anderen gemeinsam entwickelt haben.

Und wie bewerten Sie die Stellungnahme der SPD?

Die SPD kennt leider kein „wir“ mehr, sie kennt leider nur noch „ich“. Kompromisse und Konsens sind ihr leider fremd geworden. Die Aussage, die UWG hätte damals geglaubt, „mehr Einfluss auf das Bürgermeisteramt zu erlangen“ zeigt leider die schräge parteipolitische Denkweise. Das klingt nach manipulieren und lenken. Nein – wir wollen partnerschaftlich und auf Augenhöhe mitgestalten und Verantwortung tragen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Kastner redet von  „Einheitsbrei“ der 4 anderen Rats-Fraktionen!

Gemeinsam gestalten und Verantwortung für diese Stadt tragen ist kein Einheitsbrei. Und um dies hier nochmal zu betonen: Diese interfraktionelle Zusammenarbeit war kein „Closed Shop“. Ziel war immer, konkrete Projekte bis zur Realisierung zu entwickeln – konstruktiv, mit viel Arbeit im Detail, aber auch mit vielen Kompromissen. 

Also klassische Projektarbeit und kein politisches Aus­handeln nach dem Motto, „Wir wollen das Projekt und welche Projekte wollt ihr?“ Und das hat halt mit einigen Personen hervorragend funktioniert und mit anderen nicht. Und wenn wir dann konkrete Fachexpertise brauchten, haben wir die vom Kämmerer bekommen.

Im Übrigen besteht Kommunalpolitik auch nicht nur aus großen Projekten, sondern auch aus viel Detailarbeit in den Ausschüssen und im Rat. Und hier hat die UWG nun wirklich große Kompetenz bei ihren Vertretern vorzuweisen. Nehmen Sie den Finanzbereich, die Schulpolitik, den Planungsausschuss, den Bauausschuss oder den Sozialausschuss. In all diesen Bereichen haben wir in den vergangenen Jahren die Arbeit der Verwaltung konstruktiv kritisch begleitet. Und das hat man uns auch oft genug positiv von Verwaltungsseite gespiegelt. Und kostengünstiger kann sich ein Rathaus „externe“ Kompetenz nicht einkaufen!

Trotzdem hat die Öffentlichkeit doch gemerkt, dass die vier Fraktionen in den letzten Jahren eng zusammenarbeitet haben

Ja natürlich – und durchaus sehr erfolgreich! Was blieb uns anderes übrig? Die UWG hat schon am Anfang der Legislaturperiode gemerkt, dass wir allein keine Projekte durchsetzen können, mögen sie auch noch so kreativ und gut sein. Nehmen Sie die Idee, das Bürgerzentrum in den Kulturbahnhof zu integrieren. 

Das hat uns gezeigt, dass man sich früh genug mit anderen abstimmen muss, um eine Idee zu verwirklichen. Und alle haben gemerkt, dass es viel produktiver ist, die Parteifarben außen vor zu lassen. Und ehrlich – so muss doch Kommunalpolitik auch laufen!

Also braucht Halver weiter eine UWG Fraktion im Rat der Stadt? 

Da sind wir ganz selbstbewusst: Mehr denn je! Halver muss sich auf vielen Gebieten den Herausfor­derungen der Zukunft stellen. Wir halten nichts von dem alten Spruch von Helmut Schmidt, „Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen.“ Zukunftsgestaltung heißt innovativ denken und neue Wege gehen.

Insofern sind Projekte wie das Kreativzentrum und die Eventhalle keine Phantasieblasen. Eine Heimat für Gründer verbunden mit einem Netzwerk etablierter Unternehmen unserer Region bedeutet Zukunftssicherung. Und hier liegt ein konkretes Konzept lange vor. Und die Eventhalle – da müssen wir halt alle gemeinsam die Möglichkeiten und Chancen für unsere Region prüfen und dann entscheiden.

Und wir laden alle interessierten Bürger ein, die UWG bei der Aufstellung und Formulierung ihrer Ziele für Halvers Zukunft zu begleiten, unter dem Motto: Unser Halver – fit für morgen !

UWG wehrt sich gegen Vorwürfe aus SPD-Lager

(Allgemeiner Anzeiger vom 07.03.2020)

Halver – Vor sechs Jahren machte sie sich noch für Michael Brosch als Bürgermeisterkandidat stark, jetzt setzt die UWG gemeinsam mit CDU, Grünen und FDP auf Markus Tempelmann als neues Oberhaupt für die Stadt Halver – und stellt sich klar gegen Martin Kastner (SPD), der die gemeinsame Benennung eines Kandidaten durch die vier politischen Lager kritisiert hatte.

In einer Pressemitteilung betonen Werner Lemmert und Dr. Sabine Wallmann, dass sie keinerlei parteipolitische Ränkespiele mitgehen wollen. Gemäß des Vermächtnisses von Günther Vahlefeld und Werner Turck, die nach dem Motto „Suchet der Stadt Bestes“ agiert hätten, wolle auch die UWG Halver „ohne parteipolitische Scheuklappen die Probleme dieser Stadt und der Menschen analysieren, Lösungen entwickeln und diese unkompliziert, zügig und effektiv realisieren“. Gemeinsam mit Markus Tempelmann und den weiteren drei Parteien erhofft man sich, dieses Ziel zu erreichen. 

Warum aber Markus Tempelmann? „Die UWG erwartet, dass sich ein Stadtoberhaupt als persönliches Bindeglied zwischen der hauptamtlichen Verwaltung und der ehrenamtlichen Politik versteht“, sagten Lemmert und Wallmann. Er müsse Ideen und Vorschläge aller Bürger und Fraktionen aufnehmen und verarbeiten. 

„Das heißt Unabhängigkeit im Amt und eine offene, vertrauensvolle Kommunikation mit allen Fraktionen. Wir wünschen uns eine frühere Einbindung der Politik in die Entscheidungsprozesse. Wir wollen keine fertigen Projekte abnicken, sondern sie gemeinsam entwickeln. Und dies auch durchaus in einer konstruktiv kritischen Diskussion. Das konnten wir leider in der letzten Zeit nicht mehr erkennen“, betonen die Unabhängigen. 

UWG: Wechsel von Brosch zu Tempelmann „konsequent“

Der Wechsel der Unterstützung im Bürgermeisterwahlkampf von Michael Brosch hin zu Markus Tempelmann sei nur „eine logische Konsequenz aufgrund unserer Erfahrungen“. Zum einen könne Halver nicht auf die Kompetenz Markus Tempelmanns verzichten, zum anderen erhoffe man sich von ihm weiterhin Aufgeschlossenheit.

 „Dabei waren wir weiß Gott nicht immer einer Meinung in den vergangenen Jahren und werden das wahrscheinlich auch in Zukunft nicht sein. Aber im Dialog ist es uns gelungen, an den Projekten gemeinsam weiterzuarbeiten.“ Gute Beispiele seien das Rathausumfeld mit Spielplatz und „Kindervilla“, das Konzept des Kreativquartiers oder auch die Sanierung der Wirtschaftswege. 

Hart ins Gericht gehen Lemmert und Wallmann mit Martin Kastner, der der UWG im AA-Interview vorwarf, sich 2014 mehr Einflussnahme auf einen Bürgermeister Michael Brosch erhofft zu haben. „Das klingt nach manipulieren und lenken. Nein – wir wollen partnerschaftlich und auf Augenhöhe mitgestalten und Verantwortung tragen“, betonen die UWG-Akteure. 

„Zusammenarbeit kein ,Closed Shop`“

Und dass sich die drei Parteien und die Wählergemeinschaft zusammentun, könne nicht als „Einheitsbrei“, wie Kastner es nennt, bezeichnet werden. „Diese interfraktionelle Zusammenarbeit war kein ,Closed Shop‘. Ziel war immer, konkrete Projekte bis zur Realisierung zu entwickeln – konstruktiv, mit viel Arbeit im Detail, aber auch mit vielen Kompromissen.“ 

Diese klassische Projektarbeit habe mit einigen Personen hervorragend funktioniert und mit anderen nicht. „Und wenn wir dann konkrete Fachexpertise brauchten, haben wir die vom Kämmerer bekommen.“ 

Neben Projekten sei aber auch viel Detailarbeit in den Ausschüssen und im Rat gefragt, für die die Unabhängigen viel Wissen bereitstellen würden. „Kostengünstiger kann sich ein Rathaus ,externe‘ Kompetenz nicht einkaufen“, schalten Lemmert und Wallmann auch für ihre Ratsfraktion bereits in den Kommunalwahlkampf. 

Dabei setze man aber weiterhin auch auf die enge Zusammenarbeit mit anderen Parteien, um Projekte durchsetzen zu können. Die Unabhängigen verweisen in diesem Zusammenhang auf die Idee, das Bürgerzentrum in den Kulturbahnhof zu integrieren. „Das hat uns gezeigt, dass man sich früh genug mit anderen abstimmen muss, um eine Idee zu verwirklichen. Und alle haben gemerkt, dass es viel produktiver ist, die Parteifarben außen vor zu lassen.“ Diesen Pfad wolle die UWG weiter verfolgen, um auch mutige Ideen nach vorne zu bringen.

Eventhalle & Co. „keine Fantasieblasen“

Zukunftsgestaltung bedeute, innovativ zu denken und neue Wege zu gehen. So seien Projekte wie das Kreativzentrum und die Eventhalle keine Fantasieblasen. Eine Heimat für Gründer verbunden mit einem Netzwerk etablierter Unternehmen der Region, für die ein konkretes Konzept bereits vorliege, bedeuteten Zukunftssicherung. „Und die Eventhalle – da müssen wir halt alle gemeinsam die Möglichkeiten und Chancen für unsere Region prüfen und dann entscheiden.“